Endlich Schulferien: Unbeschwert spielen, klettern, toben mit dem passenden Unfallschutz

24. Juni 2014

Jeder zehnte Schüler hat einmal im Jahr einen Unfall, am häufigsten Zuhause und in der Freizeit, wo der gesetzliche Unfallversicherungsschutz nicht greift. Die DVAG gibt Eltern Tipps, wie sie ihre Kinder vor Gefahren schützen können.

Am 7. Juli beginnen in den ersten Bundesländern die großen Sommerferien. Dann heißt es wieder, ohne Lern- und Hausaufgaben den ganzen Tag lang mit Freunden spielen und toben zu können – im Haus, Garten, auf dem Spielplatz oder auf einem Ausflug zum Badesee. Unfälle – wie zum Beispiel aus Übermut stürzen oder ausrutschen – können die ausgelassene Ferienstimmung jedoch schnell trüben. Denn laut repräsentativer KIGGS-Studie 2013 des Robert-Koch-Instituts ziehen sich Kinder und Jugendliche über 40 Prozent der Unfallverletzungen im häuslichen Umfeld zu. 

„Stößt einem Kind in der Freizeit oder Zuhause etwas zu, schützt in der Regel nicht die gesetzliche Unfallversicherung“, sagen die Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). „Eine private Kinderunfallversicherung kann die finanziellen Folgen einer bleibenden Beeinträchtigung der Gesundheit abfedern. Sie trägt zum Beispiel die Kosten für ärztliche Behandlung, Pflege und Rehabilitation.“ Die DVAG empfiehlt Eltern deshalb, mit entsprechendem Unfallschutz vorzusorgen und gibt Tipps, wie sie das Risiko vor möglichen Gefahrenquellen in Haus, Garten oder am Badesee minimieren.

Spielen in der Freizeit: Eine private Unfallversicherung schützt vor finanziellen Folgen eines Unfalls (Bildnachweis: Corbis)

Spielen in der Freizeit: Eine private Unfallversicherung schützt vor finanziellen Folgen eines Unfalls (Bildnachweis: Corbis)

 

Private Kinderunfall- oder Familienversicherung

Verletzen sich schulpflichtige Kinder in der Ferienzeit, handelt es sich um sogenannte „Freizeitunfälle“ – in diesem Fall bietet etwa eine private Kinderunfallversicherung Schutz vor den finanziellen Folgen. „Die gesetzliche Unfallversicherung leistet nur, wenn den Kindern auf ihrem direkten Schulweg oder während des Unterrichts etwas zustößt“, so die Experten der DVAG. Alternativ können Eltern eine ergänzende Familienunfallversicherung abschließen. Vorteil ist dabei: Der umfassende Versicherungsschutz erstreckt sich auf mehrere Familienmitglieder und ist in der Regel kostengünstiger als Einzelunfallversicherungen. Wenn mehr als drei Personen darüber versichert sind, bieten die Versicherungen zusätzlich einen Rabatt.

Eltern können ihre Kinder nicht vor allen Gefahren schützen: Sie müssen lernen, Gefahren selbst einzuschätzen. Mit einfachen Sicherheitsregeln lässt sich jedoch das Unfallrisiko minimieren. Grundsätzlich ist wichtig, die Kinder altersgemäß zu beaufsichtigen und sie immer wieder auf mögliche Gefahren hinzuweisen.

 

Tipps, wo Gefahrenquellen in Heim und Freizeit für unbeschwertes Spielen liegen und wie sie beseitigt werden können:

Im Haus:

  • Ätzende Reinigungsmittel kindersicher wegräumen
  • Kinder insbesondere niemals in der Küche unbeaufsichtigt lassen – hier lauern Gefahren wie zum Beispiel eine glühende Herdplatte, heißes Fett oder kochendes Wasser
  • Kinder nicht auf Treppen und anderen Möbeln klettern lassen – Regale an der Wand fixieren

Im Garten:

  • Nur sicherheitsgeprüfte, stabile und hochwertige Spielgeräte mit dem GS-Zeichen kaufen – zum Beispiel ein Gartentrampolin mit Sicherheitsnetz
  • Spielgeräte standfest im Boden verankern und auf einem weichen Falluntergrund wie Rasen oder Sand aufbauen
  • Gartenteiche mit einem kindersicheren Zaun absichern
  • Regentonnen und größere Wasserbehälter mit einem Deckel verschließen
  • Gartengeräte wie Harke oder Astschere nicht herumliegen lassen
  • Zum Klettern auf Bäumen bruchgefährdete Äste vorab entfernen
  • Motorbetriebene Geräte wie Rasenmäher und Kettensägen wegräumen
  • Beim Grillen den Grill auf kippsicheren Boden stellen und kein Benzin oder Spiritus als Anzünder verwenden – Explosionsgfahr!
  • Giftige Pflanzen im Garten vermeiden – auch nicht als Zierpflanze aus einem Gartencenter verwenden (z.B. blauer Eisenhut)

Badeausflug:

  • Nur an Gewässer fahren, die zum öffentlichen Baden freigegeben sind
  • Schwimmfähigkeit der Kinder richtig einschätzen, denn in offenen Gewässern wie Seen oder Meere brauchen sie viel Ausdauer