Bodenständige Geldanlagen statt windiger Versprechen: Die DVAG erklärt, wie Sparer riskante Anlageformen vermeiden und ihr Geld über Lebensversicherungen und Riester-Verträge solide vermehren können

21. Januar 2014

In Zeiten niedriger Zinsen fallen Geldanlage-Angebote mit hohen Renditeversprechen besonders auf. Oft handelt es sich hierbei jedoch um Produkte aus dem Grauen Kapitalmarkt – etwa geschlossene Fonds oder bestimmte Zertifikate, die mit hohen Risiken verbunden sein können. Wie ein aktuelles Beispiel auf dem Finanzmarkt zeigt, können insbesondere unerfahrene Anleger bei windigen Anlagenformen böse Überraschungen erleben. „Bei bestimmten Anlagekonstruktionen des Grauen Kapitalmarktes droht im Extremfall nicht nur der Totalverlust der eingezahlten Spargelder, sondern es besteht unter Umständen sogar noch eine Verpflichtung, weitere Anlagegelder nachzuschießen“, warnen die Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Dabei können Sparer mit bewährten Anlageformen ihre Ersparnisse auf Dauer solide vermehren. Die DVAG-Experten erklären, wie sie mit Lebensversicherungen und Riester-Verträgen sicher anlegen und für ihre Zukunft vorsorgen können.

Sicher Geld anlegen: Vor allem für junge Sparer ist Orientierung am Anlagenmarkt entscheidend

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Lebensversicherung

Lebensversicherungen bieten auch und gerade bei niedrigen Sparbuchzinsen eine attraktive Anlagealternative. „Schließlich beträgt die Gesamtverzinsung auf die bei guten Lebensversicherungsgesellschaften angelegten Sparanteile meist noch mehr als 3,5 Prozent – und damit mehr als das Doppelte des aktuellen Garantiezinses“, erklären die Experten der DVAG. „Auf die Dauer sind Lebensversicherungen damit Sparbüchern und Festgeldanlagen, deren Verzinsung nicht einmal die aktuellen Preissteigerungen bei den Lebenshaltungskosten abdecken, haushoch überlegen.“

Wer sich für eine fondsgebundene Variante der Lebensversicherung entscheidet, kann von den Chancen an den Kapitalmärkten ganz besonders profitieren. Hinzu kommt, dass die Lebensversicherung nach wie vor das einzige Finanzprodukt auf dem Markt ist, das Rentenzahlungen lebenslang garantiert.

Ein weiteres Plus: Unter bestimmten Voraussetzungen können Sparer für eine Lebensversicherung eine attraktive staatliche Förderung beanspruchen und so die Rendite zusätzlich ankurbeln. Eine solche Möglichkeit bietet etwa die Riester-Rente.

Riester-Verträge

Die staatlichen Zulagen stehen jedem abhängig Beschäftigten zu. Wer beispielsweise mindestens vier Prozent seines Vorjahresbruttos oder – etwa in Erziehungszeiten oder als nicht berufstätiger Ehepartner wenigstens 60 Euro im Jahr – in seinen Riester-Vertrag einzahlt, kann die staatliche Förderung beziehen. Die Zulagen liegen aktuell bei 154 Euro für jeden Riester-Sparer plus 185 beziehungsweise 300 Euro für jedes Kind – je nachdem, ob es vor oder nach dem 1. Januar 2008 geboren wurde. Diese Zulagen sollte sich niemand entgehen lassen.

Die Riester-Rente kann unter bestimmten Voraussetzungen wie ein richtiger Renditeturbo für die private Altersvorsorge wirken. Dies kann in besonderen Fällen dazu führen, dass – unabhängig von der Höhe des Anlageerfolgs und der Kosten des Anbieters – Riester-Renten in der Einzahlphase sichere Renditen von mindestens acht Prozent aufweisen.

Das gilt zum Beispiel in folgendem Fall: Eine förderfähige Familie mit zwei kleinen Kindern und einem Jahresbruttoeinkommen von 25.000 Euro zahlt über 40 Jahre monatlich rund 13 Euro in ihre Riester-Altersversorgung. Nach 40 Jahren hätte sie eigentlich nur gut 6.000 Euro zusammengespart, zuzüglich einer möglichen Verzinsung. Da die Familie jedoch staatliche Zulagen in Anspruch nehmen kann, steigt das Volumen der Sparleistung auf ein garantiertes Vermögen von 42.400 Euro, die dann für eine Rentenzahlung zur Verfügung stehen.