Risiko Berufsunfähigkeit: Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) erklärt, warum Risikoabsicherung wichtig ist und was eine gute Berufsunfähigkeitspolice ausmacht.

10. September 2013

Viele Menschen unterschätzen das Risiko, selbst einmal berufsunfähig zu werden. Lediglich ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland verfügt über eine Berufsunfähigkeitspolice, so das Ergebnis einer Umfrage vom Meinungsforschungsinstitut YouGov. „Viele verdrängen die Gefahr der Berufsunfähigkeit, dabei scheidet statistisch rund jeder vierte Arbeitnehmer unfreiwillig frühzeitig aus dem Berufsleben aus“, sagt Dr. Ralf-Joachim Götz, Chefvolkswirt der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). „Berufsunfähig zu werden, kann jeden treffen – und die finanziellen Folgen können für den Hauptverdiener und für seine Familie existenzbedrohend sein.“

Alle, die ab 1961 geboren wurden, erhalten seit der Neuregelung der Renten bei verminderter Erwerbsfähigkeit meist nur eine geringe staatliche Erwerbsminderungsrente – wenn überhaupt. „Die durchschnittliche Rente für Erwerbsunfähige betrug 2012 gerade einmal 646 Euro. Das reicht zum Leben kaum aus und insbesondere dann nicht, wenn man noch Verantwortung für eine Familie trägt“, so Dr. Ralf-Joachim Götz. Dabei sind manche Berufsgruppen stärker gefährdet als andere, wie zum Beispiel Dachdecker oder Gerüstbauer. Aber seit ein paar Jahren zählen ebenso psychische Erkrankungen wie Burn-out zu den Hauptursachen – und das betrifft häufig auch Menschen, die im Büro arbeiten. Wer seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann, sichert sich mit einer Berufsunfähigkeitspolice gegen die finanziellen Folgen ab. „Wird jemand infolge einer Krankheit – und nicht eines Unfalls – berufsunfähig, schützt keine Unfallversicherung, wie häufig angenommen wird“, betont Götz. Die DVAG gibt Tipps, worauf es bei einer guten Berufsunfähigkeitsversicherung ankommt.

Berufsalltag: Ob Büro oder Handwerk – das Thema Berufsunfähigkeit betrifft jeden

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Frühzeitig absichern

Je jünger der Versicherte ist, desto günstiger sind die monatlichen Beiträge. Junge Menschen bis zum 25. Lebensjahr können sich zum Beispiel bei der AachenMünchener mit dem Paket YOUNG & LIFE günstig und mit vielen weiteren Vorteilen absichern.

Verzicht auf „abstrakte Verweisungen“

In diesem Fall kann der Versicherer die versicherte Person nicht auf eine andere Tätigkeit verweisen, wenn der zuletzt ausgeübte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Jedoch bietet nicht jeder Versicherer diesen kompletten Verzicht. Ein guter Anbieter prüft nicht, ob der Versicherte noch eine andere, vergleichbare Tätigkeit ausüben könnte.

Kurze „Sechs-Monate-Prognose“

Wer mindestens sechs Monate seinen Beruf zu 50 Prozent nicht ausüben kann, gilt als berufsunfähig. Ist jedoch vertraglich die „Sechs-Monate-Prognose“ vereinbart worden, können die Rentenzahlungen bereits früher erfolgen – ab dem ersten Monat.

Rückwirkende Zahlung

In der Regel muss der Versicherer erst zahlen, wenn der Versicherte den Fall gemeldet hat. Der Versicherte erhält sein Geld auch rückwirkend, wenn die Berufsunfähigkeit zunächst unklar war, aber ein Arzt sie nach sechs Monaten weiter attestiert.

Nachversicherungsgarantie

Der Versicherte kann den Berufsunfähigkeitsschutz nachträglich aufstocken – ohne erneute Gesundheitsprüfung. Er kann den Versicherungsschutz innerhalb von drei Monaten nach besonderen Ereignissen wie etwa Hochschulexamen, Heirat oder Geburt erhöhen. Die Höhe des Versicherungsschutzes sollte an die individuelle familiäre Lebens- und Finanzsituation angeglichen werden.

Leistungen bedenken

Wer eine Berufsunfähigkeitspolice abschließt, sollte vor allem auf Qualität und Sicherheit Wert legen. Ein Tipp: Die Berufsunfähigkeitspolice der AachenMünchener ist beim aktuellen Vergleich der Stiftung Warentest mit der Bestnote „SEHR GUT (0,6)“ unter 75 Tarifen zum Testsieger gekürt worden.

Generell ist bei der Entscheidung für eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll, sich professionell zu beraten lassen: Es gibt viele Tarife, die sich in der Qualität und den Leistungen sehr unterscheiden. So gibt es kein böses Erwachen und die gewählte Versicherung passt auch zur ganz persönlichen Lebenssituation.