Unverschuldeter Autounfall im Ausland kann teuer werden: Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) rät zur Kfz-Versicherung mit Auslandsschutz

19. Juni 2013

Italien und Frankreich sind nach Deutschland die beliebtesten Urlaubsländer für Autoreisende, so lautet das Ergebnis einer aktuellen ADAC-Studie. Doch mit dem Auto zu reisen, ist oft eine Herausforderung: Fahrer müssen sich durch Staus quälen, auf verkehrsreichen Straßen fremder Städte zurechtfinden und mit anderen Autofahrmentalitäten klarkommen. Das kann Stress verursachen – und schnell zu Unfällen führen. „Schon kleine Auffahrunfälle können hohe Kosten verursachen, selbst wenn den deutschen Fahrer keine Schuld trifft“, sagen die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). „Eine volle Deckung des Schadens durch den Unfallgegner ist bei Autounfällen im Ausland nicht immer gesichert.“ Die Vermögensberater der DVAG empfehlen deshalb, vor Autoreisen im Ausland bereits in Deutschland eine Kfz-Zusatzversicherung mit Auslandsschutz abzuschließen. Bei einem im Ausland gemieteten Pkw sorgt eine deutsche Kfz-Haftpflichtversicherung mit „Mallorca-Police“ für den optimalen Versicherungsschutz im Falle eines Haftpflichtschadens.

Urlaub mit dem Auto: Zur guten Vorbereitung gehört auch der richtige Versicherungsschutz

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3 Szenarien, in denen ausländische Versicherer Schäden nicht voll übernehmen:

Unfall mit dem Privatfahrzeug: Gerät ein deutscher Urlauber zum Beispiel in Italien unverschuldet in einen Unfall mit einem italienischen Autofahrer, besteht das Risiko, dass dem Deutschen nicht die vollen Reparaturkosten erstattet werden. Denn in vielen anderen Ländern zahlen die Autohaftpflichtversicherer nicht die gleichen Summen wie die deutschen Versicherer. Der Urlauber wird nach dem am Unfallort geltenden Umfang des Schadensersatzes entschädigt – im Fall des italienischen Versicherers würden möglicherweise nur 70 Prozent der Werkstattrechnung erstattet.

Bedarf eines Ersatz-/Mietwagens: Eine Familie aus Deutschland wird in Frankreich unverschuldet in einen Unfall verwickelt. Trotz Totalschaden am eigenen Fahrzeug möchte sie ihren Urlaub mit einem Mietwagen fortsetzen. Doch anders als nach deutschem Versicherungsrecht muss der französische Kfz-Versicherer die Kosten des Mietwagens in diesem Fall nicht tragen – außer das Fahrzeug wird berufsbedingt benötigt.

Unfall mit dem ausländischen Mietwagen: Häufig entspricht die mit dem Mietwagenanbieter abgeschlossene Kfz-Haftpflichtversicherung den Vorgaben des Reiselands und deckt nicht die gleichen Beträge wie deutsche Policen. Deutsche Versicherer müssen sich an eine Mindestdeckungssumme von 1,12 Mio. Euro halten, während Sachschäden in den meisten anderen europäischen Ländern wesentlich geringer gedeckt sind.

3 Tipps, um auf Nummer sicher zu gehen:

Deutsche Versicherungspolicen wählen: Sie verfügen meistens über höhere Deckungssummen, garantieren Schadensrückerstattungen nach deutschem Recht und decken je nach Art auch durch den Unfall entstandene Wertminderungen am Fahrzeug sowie Ansprüche auf Schmerzensgeld ab. Insgesamt ist es in rechtlichen Streitfällen immer besser, einen deutschen Ansprechpartner zu haben.

Sofort zur Polizei: Wer im Ausland einen Unfall hat, sollte sofort die Polizei rufen – auch bei scheinbar kleinen Schäden. Die DVAG rät, Fotos vom Unfallort sowie von sämtlichen Beteiligten und ihren Fahrzeugen zu machen. Genauso wichtig ist, unverzüglich die eigene Versicherung über den Schadensfall zu informieren.

Kleingedrucktes Lesen: Bei Mietwagenbuchung im Ausland rät die DVAG, vor Vertragsabschluss das Kleingedruckte zu lesen. Zu achten ist zum Beispiel auf Vollkasko, Deckungssumme, Selbstbeteiligung, Fahrzeugbeschreibung, Freikilometer und die Anzahl der Fahrer.