Kindersicherheitstag / Rundum sicher auf Spielplätzen toben: Die DVAG rät Eltern von Kleinkindern zu ausreichendem Unfallschutz

4. Juni 2013

Die meisten Kinderunfälle passieren in der Freizeit oder Zuhause – betroffen sind insbesondere Kinder unter sechs Jahren. Die DVAG rät Eltern von Kleinkindern zu ausreichendem Unfallschutz und gibt Service-Tipps, wie sie Unfallrisiken auf dem Spielplatz minimieren. „Von Null auf sicher“ – so lautet dieses Jahr das Motto des Kindersicherheitstages, der am 10. Juni stattfindet. Im Fokus steht die Sicherheit von Babys und Kleinkindern. Denn mit 66 Prozent passieren die meisten Unfälle den unter Sechsjährigen Zuhause oder in der Freizeit – so eine aktuelle, repräsentative Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Der öffentliche Spielplatz zum Beispiel ist ein Ort, an dem Unfälle die unbedarfte Fröhlichkeit jäh unterbrechen – mit manchmal folgenschweren Konsequenzen. „Stößt den Kindern auf dem Spielplatz etwas zu, schützt in der Regel nicht die gesetzliche Unfallversicherung“, klären die Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) auf. „Eine private Kinderunfallversicherung etwa trägt die Kosten – dazu zählen ärztliche Behandlung, Pflege und Rehabilitation.“ Die DVAG empfiehlt Eltern, mit entsprechendem Versicherungsschutz für die Freizeit vorzusorgen und gibt zusätzlich Service-Tipps, wie sie ihre Kinder vor Unfallgefahren auf dem Spielplatz schützen können. 

Private Kinderunfallversicherung zu günstigen Beiträgen

„Die gesetzliche Unfallversicherung leistet nur, wenn Kindern etwas auf ihrem direkten Schulweg, während des Unterrichts oder im Kindergarten passiert“, so die Experten der DVAG. Verletzen sich kleine Kinder beim Toben, Raufen und Klettern auf dem Spielplatz, handelt es sich um sogenannte „Freizeitunfälle“, und die gesetzliche Unfallversicherung greift nicht. Dann übernimmt beispielsweise eine private Kinderunfallversicherung die Kosten – sie ist schon zu günstigen Beiträgen erhältlich. Alternativ kommt auch eine Familienunfallversicherung, bei der sich der Versicherungsschutz auf mehrere Personen erstreckt, infrage. Vorteil gegenüber vielen Einzelpolicen ist dabei: In der Regel sind die Verträge mit einem Beitragsrabatt versehen.

Eltern können ihre Kinder nicht zu 100 Prozent vor möglichen Unfallgefahren schützen, wenn sie auf Klettergerüsten, Schaukeln oder Rutschen herumtollen, aber mit einfachen Sicherheits- und Verhaltensregeln können sie das Unfallrisiko minimieren.

Öffentlicher Kinderspielplatz: Mit Versicherungsschutz ausgelassen spielen, toben und Spaß haben

Öffentlicher Kinderspielplatz: Mit Versicherungsschutz ausgelassen spielen, toben und Spaß haben

Tipps für verantwortungsvolles Handeln auf dem öffentlichen Kinderspielplatz

  • Aufsichtspflicht von Kleinkindern einhalten: In Deutschland gilt auf öffentlichen Spielplätzen grundsätzlich die „Aufsichtspflicht der Eltern“ für alle Kleinkinder bis drei Jahre. Das betrifft auch Betreuungspersonen wie zum Beispiel Tagesmütter, wenn ihnen die Kinder anvertraut werden.
  • Auf mögliche Gefahren hinweisen: Eltern sollten ihre Kinder wiederholt auf Gefahrenquellen hinweisen und ihnen erklären, wie sie sich zu verhalten haben – etwa einen ausreichenden Sicherheitsabstand von Geräten einhalten.
  • Vegetation prüfen: Giftige Pflanzenarten – etwa Stechpalmen – dürfen nicht auf Spielplätzen wachsen. Viele Pflanzen, die allergische Reaktionen oder Verbrennungen verursachen können, sind allerdings nicht ausdrücklich verboten. Kinder sollten sie daher kennen und Kontakt mit ihnen meiden.
  • Spielbereich freiräumen: Damit die Kinder nicht stolpern, sollte der Spielbereich frei gehalten werden; Räder, Roller und Co. daher an die Seite stellen.
  • Sichere Kleidung: Gut sitzende, bequeme Kleidung sorgt für Bewegungsfreiheit. Kordeln an Jacken oder Schnüre wie Schlüsselbänder vermeiden, damit die Kinder nicht an Spielgeräten hängen bleiben. Sind Eltern mit dem Fahrrad unterwegs, sollten die Kinder den Fahrradhelm abnehmen, bevor sie anfangen zu spielen, sonst können sie mit dem Riemen vom Helm hängen bleiben.
  • Wetterlage berücksichtigen: Bei Regen oder Schnee besteht erhöhte Rutschgefahr auf Spielplätzen mit Sandboden. Eltern sollten daher mit dem Ausflug zum Spielplatz warten, bis das Wetter wieder besser und der Boden überwiegend trocken ist.
  • Ver- und Zutrauen zum Kind haben: Sind Eltern ängstlich auf Spielplätzen, überträgt sich deren unsicheres Verhalten schnell auf Kinder. Haben sie zu ihren Kindern Zutrauen, gibt es ihnen ein sicheres Gefühl – das minimiert die Unfallgefahr.
  • Mindestalter der Kinder für Spielgeräte beachten: Einige Spielgeräte sind erst ab einer bestimmten Altersstufe zugelassen. Vor allem Eltern von Kleinkindern sollten prüfen, welches Gerät sie nutzen dürfen – und dann auch konsequent bleiben.
  • Sicherheit der Spielanlage und Geräte kontrollieren: Öffentliche Spielplätze müssen eine größtmögliche Sicherheit aufweisen. Fallen Sicherheitsmängel, Verunreinigungen, Beschädigungen oder sogar Vandalismus an Geräten auf, sollte es der entsprechenden Verwaltungsstelle gemeldet werden. Ein Hinweisschild mit der Anschrift des Betreibers befindet sich meist am Eingang des Spielplatzes.