Bedenklich: Immer weniger sparen fürs Alter – Zum Weltverbrauchertag gibt die DVAG Tipps für cleveres Sparen

13. März 2012

Am 15. März ist Weltverbrauchertag – Anlass, einen genaueren Blick auf das Konsumverhalten zu werfen und Verbrauchertipps zu geben. Untersuchungen des Instituts für Demoskopie Allensbach haben ergeben, dass die wenigsten motiviert sind, Geld für später zu sparen – obwohl die meisten wissen, dass ihnen im Alter eine Rentenlücke droht. 2001 waren 45 Prozent der Bundesbürger bereit für die Altersvorsorge Geld zurückzulegen. Derzeit sind es etwa noch halb so viele, 24 Prozent. „Geld für Reisen oder Hobbys auszugeben bietet natürlich kurzfristig hohe Lebensqualität“, sagen die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). „Wer jedoch nicht frühzeitig beginnt, Geld für das Alter zur Seite zu legen, läuft Gefahr, sich später finanziell stark einschränken und seinen gewohnten Lebensstil aufgeben zu müssen.“

Die DVAG gibt Tipps, mit welchen Vorsorgeprodukten es sich lohnt, frühzeitig und langfristig Geld anzulegen. Dabei gilt: Auch mit geringem Einkommen ist die private Altersvorsorge möglich.

Shoppinglaune: Konsumieren hebt die Stimmung – dabei aber auch die finanzielle Absicherung für das Alter berücksichtigen

Riester-Rente – Für jeden gibt’s die passende Sparform

Den Riester-Vertrag gibt es in unterschiedlichen Varianten, etwa als Fondssparplan, Rentenversicherung sowie Bank- oder Bausparplan. Die Riester-Rente wird vom Staat mit Zulagen und Steuervorteilen gefördert. Selbst bei Turbulenzen am Finanzmarkt brauchen Riester-Sparer keine Verlustängste zu haben: Das gesparte Kapital ist gesichert. „Die Riester-Rente ist für viele eine überdurchschnittlich attraktive Vorsorgemöglichkeit. Doch es ist wichtig, für jeden die passende Sparform zu finden“, so die Vermögensberater der DVAG. So sind zum Beispiel das Alter, der Sparzeitraum und der Wunsch nach einer Immobilie wichtige Entscheidungskriterien.

Für einen Riester-Vertrag erhalten Alleinstehende bis zu 154 Euro Grundzulage vom Staat, Ehepaare das Doppelte. Für jedes Kind kommen je nach Geburtsjahr noch einmal 185 oder 300 Euro hinzu. Wer als Azubi oder Berufsstarter einen eigenen Riester-Vertrag abschließt, profitiert besonders von den staatlichen Förderungen. Zur jährlichen Grundzulage von bis zu 154 Euro kommt neben einem zusätzlichen Einsteigerbonus von einmalig 200 Euro für alle zwischen 16- und 25-Jährigen vor allem auch ein beträchtlicher Zinseszinseffekt durch das frühzeitige und damit langfristige Sparen: „Mit einem eher niedrigen Gehalt lohnt sich das Riestern für die private Vorsorge besonders. Denn durch den geringen Eigenanteil bei gleichzeitig fixer Zuschusshöhe vom Staat ergibt sich für die eingezahlten Beiträge eine überdurchschnittliche Zuwachsrate“, so die DVAG. Die Zulagen müssen allerdings beantragt werden – am besten über einen Dauerzulagenantrag.

Vermögenswirksame Leistungen – Der Chef zahlt bis zu 40 Euro extra

Vermögenswirksame Leistungen (VL) sind Geldleistungen, die der Arbeitgeber an sein Personal zahlt und es damit bei der Vermögensbildung unterstützt. Prinzipiell kann jeder Arbeitnehmer VL beziehen. „Mitarbeiter sollten sich vorab über die entsprechenden Vereinbarungen bei ihrer Personalabteilung informieren“, raten die Vermögensberater der DVAG. Das Unternehmen überweist monatlich bis zu 40 Euro direkt in den Sparvertrag. Der Vertrag läuft in der Regel sechs Jahre. Im Anschluss besteht eine einjährige Sperrfrist. Erst hiernach verfügt der VL-Sparer frei über sein Geld.

VL-Sparpläne sind Bank- und Fondssparpläne oder Bausparverträge. Anleger von Fonds- oder Bausparverträgen profitieren doppelt: Wenn ihr Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet, erhalten sie neben den Arbeitgeber-Zuschüssen vom Staat die so genannte Arbeitnehmersparzulage. Ein Tipp: Wer die VL als Fonds- sowie als Bausparvertrag abschließt, streicht so die Arbeitnehmersparzulage doppelt ein. Als Alternative hierzu können die VL auch zu Gunsten einer betrieblichen Altersversorgung umgewandelt werden. Der Vorteil ist: Es fallen keine Steuer- und Sozialversicherungsabgaben auf die VL, so dass ein höherer Beitrag in die Altersvorsorge fließt.

Welches Sparmodell für wen geeignet ist, hängt von den Wünschen und Zielen des Einzelnen ab. Die Finanzexperten der DVAG empfehlen deshalb dringend – abgestimmt auf die individuelle Lebens- und Erwerbssituation – sich professionell beraten zu lassen.