Am 28. Oktober ist Weltspartag – DVAG rät zu langfristigen Geldanlagen

25. Oktober 2011

Am 28. Oktober ist wieder Weltspartag. Der Tag, der den Menschen weltweit seit 1924 die Bedeutung des Sparens ins Bewusstsein bringen soll – für sich persönlich und für die Wirtschaftskraft ihrer Länder. Dies bekommt angesichts von Euro-Krise und finanziellen Turbulenzen noch einmal eine ganz besondere Bedeutung. Doch laut Forsa-Studie vernachlässigen viele Deutsche die Beschäftigung mit ihrem Ersparten. So wissen mehr als ein Drittel aller Sparer nicht, welche Zinserträge ihre Ersparnisse abwerfen. „Häufig schätzen Sparer ihre finanziellen Möglichkeiten falsch ein, handeln zu spät, beziehungsweise gar nicht oder kennen schlicht die Fakten nicht“, warnen die Finanzexperten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Die DVAG nennt Anlagelösungen, bei denen Sparer mit geringem Risiko an der Börse mitverdienen können. Wem das noch zu heikel ist, der ist laut DVAG mit Bausparen oder der passenden Riester-Rente gut versorgt.

Fondssparen federt Aufs und Abs an den Börsen flexibel ab

Experten wissen: An der Börse spricht man nicht von „schlechten Kursen“. Die Zeiten des Ein- und Ausstieges sind bedeutend. Darum sind Investmentfonds mit regelmäßigen Sparraten vorteilhaft. Denn hier zeigt sich der Vorteil des so genannten Cost-Average-Effects (siehe Grafik): Sind die Kurse niedrig, erhält der Sparer mehr Anteile zu günstigen Preisen. Steigen sie wieder, kommen weniger Anteile ins Depot. Einsteiger können sich so schon mit Beiträgen ab 50 Euro im Monat Schritt für Schritt ein Vermögen aufbauen. Aber aufgepasst: „Es gibt sehr viele unterschiedliche Fonds-Arten“, so die DVAG, „der Anteil an Aktien, Anleihen und Wertpapieren aber auch Kauf- und Verkaufsmuster der Fondsgesellschaften sind entscheidend für den Erfolg.“

Schutzschirm für alle: Mit langfristigen Geldanlagen sicher sparen

Bausparvertrag gibt Planungssicherheit

In finanziell unsicheren Zeiten rückt ein Klassiker wieder ins Rampenlicht: das Bausparen. Anleger sparen über eine bestimmte Laufzeit gleichbleibende Beträge bei einem festen Zinssatz und sichern sich günstige Zinskonditionen für spätere Darlehen. „Das ist sinnvoll, denn es kann angesichts der Inflationsgefahr durchaus sein, dass die Hypothekenzinsen wieder steigen“, sagt die DVAG. Außerdem unterstützt der Staat diese Sparvariante: Wer jetzt bis Silvester 2011 mindestens 50 Euro in einen Bausparvertrag investiert, hat Anspruch auf die Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8 Prozent. Voraussetzung: Das zu versteuernde Einkommen liegt unter 25.600 Euro im Jahr. Für Ehepaare gibt es das Doppelte, wenn sie nicht mehr als 51.200 Euro verdienen. Das Geld muss in der Regel später allerdings wirklich fürs Bauen oder Modernisieren verwendet werden. Bausparverträge bieten unterschiedliche Konditionen. Darum sollten Anleger sich die Angebote und möglichen Alternativen von Finanz-experten vergleichen und durchrechnen lassen.

Riester-Sparform muss zu einem passen

Riester-Produkte sind Fondssparpläne, Rentenversicherungen sowie Bank- oder Bausparpläne. Sie werden vom Staat mit Zulagen und Steuervorteilen gefördert. Selbst bei finanziellen Marktturbulenzen brauchen Riester-Sparer keine Verlustängste zu haben: Das eingezahlte Kapital ist zu 100 Prozent abgesichert – egal welche Börsenentwicklungen bestehen. „Doch es ist wichtig, für jeden das passende Produkt zu finden“, sagen die Vermögensberater der DVAG. So sind zum Beispiel das Alter, der Sparzeitraum und der Wunsch nach einer Immobilie wichtige Entscheidungskriterien. Für einen Riester-Vertrag erhalten Alleinstehende bis zu 154 Euro Grundzulage vom Staat, Ehepaare das Doppelte. Für jedes Kind kommen je nach Geburtsjahr noch einmal 185 oder 300 Euro hinzu. Wer als Azubi oder Berufsstarter einen eigenen Riester-Vertrag abschließt, profitiert besonders von den staatlichen Förderungen. Zur jährlichen Grundzulage von 154 Euro kommt ein beträchtlicher Zinseszinseffekt durch das frühzeitige und damit langfristige Sparen: „Mit einem eher niedrigen Gehalt lohnt sich das Riestern für die private Vorsorge besonders. Denn durch den geringen Eigenanteil bei gleichzeitig fixer Zuschusshöhe vom Staat ergibt sich für die eingezahlten Beiträge eine überdurchschnittliche Zuwachsrate“, so die DVAG. Die Zulagen fließen allerdings nicht automatisch. Sie müssen beantragt werden. „Am einfachsten ist das über einen Dauerzulagenantrag“, raten die Finanzexperten der DVAG.