Unfallgefahr in der dunklen Jahreszeit – so schützen Sie Ihre Kinder

27. September 2011

Fast drei Viertel der morgendlichen Schulwegunfälle passiert laut ADAC in der dunklen Jahreszeit von Oktober bis März. Die Gründe liegen auf der Hand: Diffuses Licht, Regen oder Schnee und Nebel behindern häufig die Sicht der Autofahrer. Dazu kommen nasse oder glatte Fahrbahnen, die den Bremsweg verlängern. Was viele Eltern nicht wissen: „Stößt den Kindern auf dem direkten Schulweg etwas zu, werden von der gesetzlichen Unfallversicherung die Kosten getragen – dazu zählen ärztliche Behandlung, Pflege und Rehabilitation“, so die Finanzexperten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). „Aber sobald Kinder ihren direkten Schulweg verlassen, um etwa auf dem Spielplatz ein bisschen zu toben oder einen Schulfreund noch ein Stück zu begleiten, greift in der Regel die gesetzliche Unfallversicherung nicht mehr. Hierfür und auch für die Freizeit sollten Eltern genügend vorsorgen.“ Die DVAG gibt Tipps für mehr Sicherheit von Kindern auf Schulwegen und Spielplätzen sowie zum ausreichenden Versicherungsschutz.

Kinder im Herbstlaub: Mit heller und bunter Kleidung auch für Autofahrer gut zu sehen

Schulweg einüben

Besonders mit Schulanfängern sollten die Eltern den Schulweg mehrmals gemeinsam abgehen, bevor die Kleinen allein losgehen. Dabei ist es ratsam, wichtige Verhaltensregeln wiederholt durchzusprechen:

  • Im Winter Straßen nur an Ampeln oder gut einsehbaren Zebrastreifen überqueren
  • Gibt es keine Ampel, sollten Kinder lernen, lieber etwas länger abzuwarten als schnell durch eine Lücke zu laufen
  • Auch bei Fußgängerampeln besser nach links und rechts schauen und abwarten, bis die Autos wirklich anhalten
  • Besondere Vorsicht bei Ein- und Ausfahrten an Fußwegen
  • Den Kindern Risiken aufzeigen, aber dabei keine Angst machen, denn: Wer sich verängstigt und unsicher bewegt, läuft eher Gefahr, sich falsch zu verhalten

Helle Kleidung und robuste Schuhe

Am wichtigsten ist es, dass die Kinder für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sind. Deshalb ist helle, auffällige Kleidung im Herbst ein Muss. Jacken, Schulranzen und Fahrradhelme sollten mit Reflektorenstreifen versehen sein. Beim Kauf unbedingt beachten: Nur Reflektormaterial mit dem Prüfzeichen CE EN 13356 bringt maximalen Nutzen. Denn im Scheinwerferlicht können solche Reflektoren bis zu 160 Meter weit scheinen. Ohne sie werden Kinder im Lichtkegel eines Fahrzeugs hingegen erst ab etwa 30 Meter Entfernung wahrgenommen. Die Schuhe sollten wasserdicht und vor allem mit einer rutschfesten Profilsohle ausgestattet sein. So macht Kindern das Spielen im bunten Herbstlaub Spaß – ohne Ausrutscher oder nasse Füße.

Ausreichender Versicherungsschutz

Damit die Kleinen in jeder Situation geschützt sind, sollten die Eltern eine Unfallversicherung für ihre Kinder abschließen. Noch umfassender sind sie allerdings über eine private Kinderinvaliditätsversicherung geschützt: „Hierbei ist das Kind nicht nur abgesichert, wenn eine dauerhafte Schädigung durch einen Unfall verursacht, sondern eben auch, wenn sie durch eine Krankheit ausgelöst wurde“, so die Vermögensberater der DVAG.