Vorsorge- und Finanztipps der DVAG für Alleinerziehende

28. Juli 2011

In Deutschland gibt es immer mehr Alleinerziehende. Laut aktueller Studie der Universität Bielefeld stieg die Zahl der Kinder aus alleinerziehenden Familien seit 1996 um knapp 70 Prozent auf derzeit 2,2 Millionen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Immer häufiger werden Ehen geschieden oder Lebenspartnerschaften aufgelöst. Im traurigsten Fall entsteht eine „Ein-Elternteil-Familie“ durch den Tod der Mutter oder des Vaters. Wenn ein Elternteil plötzlich allein für das Einkommen sorgen muss, wird die Haushaltskasse oft knapper: „Deshalb auf wichtige Versicherungen zu verzichten oder an der Vorsorge zu sparen wäre allerdings falsch“, sagen die Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Denn gerade wenn es nur einen Erwachsenen in der Familie gibt, ist die Absicherung der Kinder für den Notfall besonders wichtig. Die DVAG zeigt, welche Versicherungen unabdingbar sind und wie Alleinerziehende von staatlichen Förderungen profitieren können.

Alleinerziehende: Vater Staat greift ihnen finanziell unter die Arme

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet im Fall einer schweren Krankheit oder eines Unfalls finanziellen Schutz. „Wird der alleinerziehende Elternteil berufsunfähig und ist nicht ausreichend versichert, können die finanziellen Folgen für die Familie existenz-bedrohend sein“, sagen die Experten der DVAG. Grund dafür ist: Die volle staatliche Erwerbsminderungsrente liegt nur ungefähr bei 38 Prozent des Bruttoeinkommens. Wer beispielsweise monatlich 1.400 Euro netto verdient, erhält vom Staat im Fall einer Berufsunfähigkeit als volle Erwerbsminderungsrente voraussichtlich etwa 470 Euro. Das ergibt eine Versorgungslücke von über 900 Euro.

Risikolebensversicherung

Je nach individueller Lebenssituation und -planung kann es insbesondere für Allein-erziehende sinnvoll sein, eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Sie sichert die Kinder im Todesfall zumindest finanziell ab. Die Risikolebensversicherung kann zudem unter bestimmten Voraussetzungen später in eine private Altersvorsorge umgewandelt werden. Um hier den passenden Versicherungsschutz zu finden, ist ein persönliches Gespräch mit einem Vermögensberater ratsam.

Kinder-Unfallversicherung

Wird ein Kind bei einem Unfall verletzt, bietet die Kinder-Unfallversicherung bei bleibenden Schäden eine dementsprechend finanzielle Unterstützung. Noch umfassender sind die Kinder über eine spezielle Kinder-Invaliditätsversicherung geschützt: „Hierbei ist das Kind nicht nur abgesichert, wenn eine Behinderung durch einen Unfall, sondern auch, wenn sie durch eine Krankheit verursacht wurde“, so die Experten der DVAG.