700 Milliarden Euro kaum verzinst / DVAG rät: Sicher Sparen – aber mit Köpfchen

29. März 2011

Auf den Konten der Deutschen schlummern viele Milliarden Euro, die besser angelegt werden könnten: So ist das Volumen der Sichteinlagen inländischer Privatpersonen bei Banken – also Bankguthaben, bei denen keine Laufzeit oder Kündigungsfrist vereinbart ist – in den letzten zwei Jahren um über 40 Prozent auf rund 700 Milliarden Euro gestiegen. Die Finanzexperten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) geben hierbei jedoch zu bedenken: „Größere Geldmengen langfristig auf Giro-, Kreditkarten- oder Tagesgeldkonten zu parken, kann problematisch sein. Der Grund ist die niedrige oder teilweise sogar fehlende Verzinsung.“

Bessere Alternativen sind laut DVAG etwa Garantiefonds, Bausparverträge oder Lebensversicherungen. „Diese Finanzprodukte kommen dem Sicherheitsbedürfnis der Anleger ebenso entgegen wie Sichteinlagen“, so die DVAG. Weiterer Vorteil: Die Verzinsung der Sparanteile liegt bei Top-Anbietern derzeit über vier Prozent. Im Gegensatz dazu schafften es im vergangenen Jahr nur relativ wenige täglich verfügbare Geldanlagen, überhaupt die Verteuerung bei den Lebenshaltungskosten wettzumachen. Dazu kommt eine steigende Inflationsrate. Laut Statistischem Bundesamt lagen die Verbraucherpreise im Februar 2011 um 2,1 Prozent höher als im Februar des vergangenen Jahres.

Fazit: Geldsummen, die nicht als kurzfristige Reserve dienen, sind auf höher verzinsten und langfristigen Anlageformen besser aufgehoben als auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto. Interessenten sollten sich aber vorab von einem Vermögensberater persönlich und umfassend beraten lassen, um die für ihre Ziele optimale Entscheidung zu treffen.