Repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag der DVAG: Hauptsorgen und Freuden der Bürger

7. Februar 2011
  • 90 % der Bevölkerung ärgert sich über die Energiepreise
  • Hauptsorge ist die Verschuldung der öffentlichen Haushalte
  • Wirtschaftsboom kommt beim Bürger noch nicht an

Nicht nur internationale Wirtschaftsunternehmen, auch der einfache Bürger bekommt es zu spüren: Die starke Nachfrage aufstrebender Länder wie China und Indien, aber auch politische Unruhen und Klimakatastrophen lassen die Preise klettern. Was zunächst einmal weit weg klingt, macht sich direkt in unserem Portemonnaie bemerkbar. Besonders Rohstoffe und Lebensmittel verteuern sich. Darüber hinaus schlagen die regelmäßigen Abgaben wie etwa Krankenversicherungsbeiträge bei vielen höher zu Buche. Die Menschen sind verärgert. Dies zeigt die aktuelle Umfrage der Deutschen Vermögensberatung (DVAG), die in Zusammenarbeit mit dem Sozialforscher Wolfgang Gibowski in einer Bevölkerungsumfrage des Marktforschungsinstituts TNS Emnid mehr als 1000 Personen nach ihren Ärgernissen, Sorgen und Freuden fragte.

Verärgerung über steigende Energiepreise und Kassenbeiträge

Die Ergebnisse machen deutlich: Die Menschen in Deutschland ärgern sich durchweg über zum Jahresbeginn wieder spürbaren Preiserhöhungen. Fast der gesamten Bevölkerung (90 %) ist der erneute Anstieg der Energiepreise von Strom, Gas, Heizöl und Benzin ein besonderer Dorn im Auge. Über die Hälfte der Bevölkerung (55%) ist zudem ungehalten über die gestiegenen Krankenkassen-Beiträge. Die Verteuerung der Lebensmittel ist immerhin für 42 Prozent der Bevölkerung ein klares Ärgernis. Gerade dieses Thema wird allerdings zukünftig noch stärker in den Fokus der Bürger rücken, da bei Nahrungsmitteln mit gravierenden Teuerungsraten zu rechnen ist. Dies liegt vor allem daran, dass in diesem Bereich in den kommenden Jahren die Nachfrage weltweit wächst, gleichzeitig jedoch Anbauflächen und Lagerbestände schrumpfen. Die Verknappung von Ressourcen wie beispielsweise Weizen oder Mais wird sich wiederum beim einzelnen Bürger direkt in den steigenden Lebenshaltungskosten widerspiegeln.

Menschen sorgen sich um öffentliche Haushalt – Terrorismus kaum Thema

Dass die Menschen hierzulande die wirtschaftlichen Zusammenhänge und Entwicklungen mit persönlichem Interesse und auch einer gewissen Skepsis verfolgen, zeigt auch die Sorge über die steigende Verschuldung der öffentlichen Haushalte: Auf die Frage, was ihnen ganz persönlich am meisten Sorgen macht, nennen zwei Drittel der Befragten die Überschuldung von Bund, Länder und Kommunen. Die Sorge um die öffentlichen Haushalte in Deutschland ist damit ebenso hoch wie die über die kriegerischen Konflikte in der Welt (67%), dicht gefolgt von der Inflationsgefahr (65%) und dem derzeit aktuellen Thema „verunreinigte Lebensmittel“ (63%). Mit wenig Abstand werden die Euro-Schwäche (55%) sowie private Probleme (50%) genannt. Die Angst vor einer terroristischen Bedrohung wird trotz aktueller Warnungen nur von 39 Prozent der Bevölkerung genannt.

Aufschwung versus Skepsis: Boom kommt noch nicht bei allen Bürgern an

Auch die Skepsis in finanzieller Hinsicht zeigt, dass der hiesige Wirtschaftsboom – Deutschland feiert das stärkste Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung – offenbar bei vielen Menschen noch nicht angekommen ist: Jeder vierte Befragte geht davon aus, im laufenden Jahr sogar weniger Geld zu haben als im vergangenen Jahr.

Soziale Kontakte sind Anlass zur Freude

Grund zur Freude besteht bei den meisten im privaten Bereich: 78 Prozent freuen sich auf das Wiedersehen mit guten Freunden, 72 Prozent auf den Urlaub und 68 Prozent auf bevorstehende schöne Ereignisse in der Familie. Die Freude auf gute berufliche Ereignisse nimmt mit 44 Prozent eine mittlere Position ein, auf große Sportevents freuen sind immerhin noch etwa ein Drittel der Bevölkerung.

Angaben zur Methode der Befragung

In der Zeit vom 18. – 19. Januar 2011 wurden von TNS Emnid, Bielefeld 1007 Personen telefonisch befragt. Die Ergebnisse der Befragung sind repräsentativ für die Bevölkerung Deutschlands ab 14 Jahren. Die Fehlertoleranz beträgt bei Ergebnissen von 50 % ca. plus/minus 3 Prozentpunkte. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Wolfgang G. Gibowski – Beratung & Kommunikation,  Berlin.

Über die Deutsche Vermögensberatung (DVAG)

Mit ihren über 37.000 haupt- und nebenberuflichen Vermögensberatern betreut die Deutsche Vermögensberatung über 5,4 Millionen Kunden branchenübergreifend rund um die Themen „Vermögen planen – Vermögen sichern – Vermögen mehren.“ Der 1975 von Prof. Dr. Reinfried Pohl gegründete Finanzvertrieb erzielte im Geschäftsjahr 2009 Umsatzerlöse in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro und einen Jahresüberschuss von rund 140 Millionen Euro. Aktuelle Informationen und Unternehmensnachrichten finden Sie unter www.dvag-aktuell.de.