Sturm und Starkregen: Wie sich Hausbesitzer bestmöglich gegen Wetterschäden absichern

5. Oktober 2010

Überschwemmungen, wie derzeit in Brandenburg, oder auch schwere Orkane sorgen Jahr für Jahr im Herbst für Schlagzeilen. Wetterschäden können jeden Hausbesitzer treffen. Laut Gesamtverband Deutscher Versicherer sind jedoch 74 Prozent aller Haushalte in Deutschland nicht richtig gegen die finanziellen Folgen von Naturgewalten abgesichert. Höchste Zeit also, den eigenen Versicherungsschutz auf den Prüfstand zu stellen. „Oft haben Eigenheimbesitzer zwar diverse Policen zum Schutz ihres Wohngebäudes abgeschlossen, wissen aber gar nicht so genau, welche Versicherung wann greift und welche Schäden eventuell noch gar nicht abgedeckt sind“, sagen die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Sicher ist, dass eine Wohngebäudeversicherung allein für einen umfassenden Schutz nicht reicht.

Eine Checkliste zeigt die Zuständigkeiten der jeweiligen Police:

 

Die Wohngebäudeversicherung

Sie greift bei Schäden durch Hagel, Sturm, Feuer und Leitungswasser. Etwa wenn durch einen Sturm das Dach abgedeckt wurde, der Schornstein umgestürzt ist oder eine Mauer durch einen entwurzelten Baum eingedrückt wurde. Nebengebäude, wie eine Garage, sind in den Schutz eingeschlossen, wenn dies in der Police vermerkt und in der Versicherungssumme berücksichtigt ist.

Wichtig: Sturmschäden sind grundsätzlich ab Windstärke acht abgesichert, was einer Windgeschwindigkeit von mehr als 62 Kilometern in der Stunde entspricht. Als Nachweis reicht es aus, dass eine Wetterstation in der Nähe diese Sturmstärke gemessen hat oder dass Nachbargebäude ebenso durch das Unwetter beschädigt wurden.

 

Die Elementarschadenversicherung

Ein häufiger Irrtum ist, dass die Gebäudeversicherung auch bei Schäden durch Hochwasser zahlt. Das ist nicht der Fall. Nur wer eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen hat, ist bei Überschwemmung auf der sicheren Seite. Zudem wird die Gefahr solcher Schäden häufig unterschätzt. Denn sie entstehen nicht nur in Hochwassergebieten; die inzwischen häufigere Ursache ist Starkregen. Und davon sind auch Hausbesitzer betroffen, die nicht in der Nähe von Flussufern wohnen.

 

Die Hausratversicherung

Geht bei einem Sturm ein Fenster zu Bruch und ruiniert dabei zum Beispiel die Ledergarnitur, ist das ein Fall für die Hausratversicherung. Denn neben den Standardleistungen, wie Einbruch, Brand- und Leitungswasserschäden, kommt sie auch bei Sturmschäden an Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen auf. Auch Folgeschäden von Unwettern, wie etwa aufgrund von eindringendem Wasser durch ein löchriges Dach, sind inbegriffen.