Ein Schuljahr im Ausland: Die Deutsche Vermögensberatung gibt Tipps für die Finanzplanung – damit der Traum wahr wird

11. Mai 2010

Ein Schuljahr in den USA, Australien oder Neuseeland – das wünschen sich viele Jugendliche. Sie möchten ihre Sprachkenntnisse vertiefen und fremde Kulturen kennen lernen. Laut der repräsentativen Studie „Schüleraustausch macht schlau“ der Universität Konstanz beeinflusst ein Auslandsjahr außerdem die Persönlichkeitsentwicklung positiv: 83 Prozent der Befragten schätzten sich nach ihrer Rückkehr selbstbewusster ein. Auch wenn die Eltern ihren Kindern den Traum vom Auslandsaufenthalt gern erfüllen wollen, kommen manche ins Grübeln: Denn ein Schuljahr in der Ferne ist teuer. Wie man sich hier gut vorbereitet, weiß die Deutsche Vermögensberatung (DVAG). Die mehr als 37.000 haupt- und nebenberuflichen Vermögensberater der DVAG betreuen über 5,4 Millionen Kunden bei der Finanzplanung und Risikoabsicherung.

 

Frühzeitig Geld sparen und zurücklegen

Etwa 6.500 Euro betragen die durchschnittlichen Gesamtkosten eines Schuljahres im Ausland. Damit sind jedoch nur die Fixkosten wie Schulgebühren, Flug oder Organi-sationsgeld abgedeckt. Die tatsächlichen Kosten können – je nach Aufenthaltsort – weitaus höher sein. Die Schüler benötigen zudem etwa 150 bis 250 Euro Taschengeld monatlich für Schulmaterialien, Essen und Freizeitaktivitäten. Daher sollte die Finanzierung für ein Auslandsjahr lange im Voraus geplant werden: „Wer vorausschauend handelt, kann sich zu Weihnachten, Geburtstagen oder anderen Festen Geld wünschen und auf ein geeignetes Sparkonto legen“, raten die Experten der DVAG. Zusätzliches Geld bringen Nebenjobs wie Babysitten oder Zeitung austragen. „Auf diese Weise bereiten sich die Austauschschüler in spe eigenständig und mit persönlichem Engagement auf ihre Reise vor. Und gerade die Erfahrung, auf eigenen Beinen zu stehen, ist vielen Jugentlichen besonders wichtig,“ merken die Vermögensberater in Gesprächen immer wieder.

 

Versicherungsschutz nicht vergessen

Ausreichender Versicherungsschutz darf bei der Planung nicht fehlen. Die DVAG rät, neben einer Auslandskranken-, auch an eine Reisegepäck- sowie Reiserücktrittskostenversicherung zu denken. Mit diesem Paket ist der Schüler im Ausland rundum gut versichert.

 

Welche Fördermittel gibt es?

Neben dem langfristigen Sparen ist es auch nützlich zu wissen, wo Fördermittel beantragt werden können. Denn es gibt viele Unterstützungsmöglichkeiten, wie den staatlichen Zuschuss Schüler-Auslands-BAföG oder die Teil- und Vollstipendien zahlreicher Organisationen, Verbände und Vereine. Wichtig ist, die Anträge auf Förderung rechtzeitig zu stellen, da sich die Auswahlverfahren meist über einen längeren Zeitraum erstrecken. Die Förderungen werden insbesondere nach folgenden Kriterien vergeben:

  • Auslands-BAföG für Schüler: Schüler ab der zehnten oder elften Klasse müssen über ausreichend Sprachkenntnisse verfügen. Der Förderungsbetrag ist vom Einkommen der Eltern abhängig. Die maximale Höhe des Zuschusses beträgt 514 Euro. Der ermittelte Betrag wird als Vollzuschuss gezahlt und dem Austauschschüler geschenkt.
  • Teilstipendium: Schüler aus kinderreichen und finanziell schwachen Familien werden bevorzugt.
  • Vollstipendium: Schüler mit überdurchschnittlich guten schulischen Leistungen haben Aussicht auf eine volle finanzielle Unterstützung; hauptsächlich fließen ihre exzellenten Schulnoten und Sprachkenntnisse in die Beurteilung des Komitees ein.

Außerdem ist es Pflicht, Belege wie Lohn- und Einkommenssteuerbescheide vorzulegen. Dabei ist unbedingt zu beachten: Die Bearbeitung der Nachweise kann mehrere Monate andauern. Wie bei der Finanzplanung gilt also auch hier: Früher an Später denken!